Kommunalwahl 2025: Das Wahlprogramm der FDP Witten 

Freiheit fördern. Verantwortung leben. Zukunft gestalten.

Die Wittener Freien Demokraten schlagen einen neuen, modernen Weg ein. 

Wir setzen auf Bürgernähe und Meinungsvielfalt, um das Wohl der Stadt Witten bestmöglich zu verbessern. Dabei setzen wir uns mit freien und liberalen Gedanken für jedes Thema ein. 

Dabei unterscheidet sich Kommunalpolitik in hohem Maße von Bundes- und Landespolitik – und das ist auch gut so. Jede Stadt hat seine eigenen Interessen und Begebenheiten. Je näher die Politik an den Bürgerinnen und Bürgern stattfindet, desto mehr kann man direkt bewegen und desto wichtiger ist es, dass man individuelle Lösungen für jedes Thema findet. 

Wir, auf städtischer Ebene, können das, ein Landes- oder Bundesverband nicht. Zudem unterschieden sich auch die Themen. Wir im Stadtverband befassen uns mit realen Themen und einzelnen, konkreten Fragestellungen. Je höher die Ebene der Entscheidungsfindung, desto allgemeiner werden die Themen. Deshalb ist uns die Arbeit in der Stadt Witten besonders wichtig, da jede Entscheidung direkten Einfluss auf alle Bürgerinnen und Bürger hat.

Vor Ort ist es doch immer am schönsten. Unser Einsatz steht für mehr Chancen durch mehr Freiheit, ein Herz für Witten und sehr viel Leidenschaft für Kommunalpolitik. Kommunalpolitik lebt von der Nähe zu den Menschen und konkreten Lösungen. Wir sind für Anliegen, Fragen, Anregungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger stets ansprechbar. 

1. Solider Haushalt – Gestaltungsräume schaffen

Für uns ist verantwortungsvolles Haushalten auch eine Verpflichtung der Generationengerechtigkeit. Investieren wollen wir da, wo es in die Zukunft gerichtet ist.

Der finanzielle Spielraum unserer Stadt ist begrenzt, doch gerade in Zeiten knapper Kassen kommt es darauf an, Prioritäten mit größter Sorgfalt zu setzen. Wir Freien Demokraten streben einen Haushalt an, der nicht nur kurzfristig auskömmlich, sondern auch langfristig stabil ist. Deshalb unterziehen wir alle größeren Vorhaben – von der Sanierung der Sporthallen bis zum Kreishaus – einem verbindlichen Investitions-TÜV, in dem externe Gutachter die Kosten realistisch kalkulieren, den Zeitplan verbindlich festlegen und den Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger objektiv bewerten.

Um unnötige Ausgaben zu vermeiden und zugleich neue Einnahmequellen zu erschließen, setzen wir auf die Revitalisierung bereits vorhandener städtischer Liegenschaften. Statt weiter neue Flächen zu kaufen, wandeln wir Leerstände in Einnahmezentren um: Ein ehemaliges Bürohochhaus könnte so zu einem Co-Working-Campus werden, aus dem Mieteinnahmen direkt in Bildungs- oder Digitalisierungsprojekte fließen. Gleichzeitig bündeln wir städtische Beschaffungen gemeinsam mit Nachbarkommunen – bei Abfallentsorgung, Energielieferungen oder IT-Dienstleistungen –, um durch größere Volumina günstigere Konditionen zu erzielen.

Dennoch verlieren wir die Zukunft nicht aus den Augen: Schule und Bildung, Digitalisierung, Klimaschutz und moderne Mobilität stehen für uns ganz oben auf der Agenda. Indem wir freiwerdende Mittel umschichten, sorgen wir dafür, dass Witten nicht nur heute handlungsfähig bleibt, sondern auch morgen mit innovativen Projekten und zukunftsfähigen Investitionen aufwarten kann. So verbinden wir solide Konsolidierung mit der Vision einer lebendigen und prosperierenden Stadt.

Unser Ziel: Einnahmen durch Ansiedlung neuer Unternehmen erhöhen und bestehende Investitionsprojekte priorisieren. 

2. Wirtschaft und Innovation – Impulse für Wachstum

Unternehmerinnen und Unternehmer sind uns vor Ort willkommen. Eine starke Wirtschaft, ganz besonders mit Blick auf die kleinen und mittleren Unternehmen, stärkt ganz Witten. Denn Arbeitsplätze und Gewerbesteuer bedeuten: soziale Sicherheit, kommunale Einnahmen, geringere Sozialausgaben und mehr Lebendigkeit.

Wir bemühen uns um die Neuansiedelung von Firmen, fördern Neugründungen und unterstützen bestehende Firmen in ihren Anliegen.  

Witten trägt seine industrielle Vergangenheit im Herzen und hat in den letzten Jahrzehnten den Wandel hin zur Innovations- und Bildungsstadt bewusst gestaltet. Auf dem Gelände ehemaliger Bergwerke und entlang alter Bahntrassen haben sich bereits erste Technologieunternehmen angesiedelt, doch wir wollen noch einen Schritt weitergehen. Deshalb planen wir die Errichtung eines Innovationsparks, in dem Start-ups, Handwerksbetriebe und wissenschaftliche Institute Seite an Seite unter einem Dach arbeiten.

In diesem Innovationspark entstehen moderne Coworking-Büros, spezialisierte Werkstätten und Laborräume. Gründerinnen und Gründer sowie etablierte Unternehmen können hier Prototypen entwickeln, Pilotversuche durchführen und ihre Ideen im direkten Austausch mit Forscherinnen und Forschern der Universität Witten/Herdecke auf den Prüfstand stellen. Regelmäßige Workshops, Hackathons und Mentoring-Runden sorgen dafür, dass Wissen nicht nur auf dem Papier zirkuliert, sondern unmittelbar in Produkte und Dienstleistungen übergeht, die Witten nach vorne bringen.

Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist eine neu aufgestellte Wirtschaftsförderung, die als One-Stop-Shop agiert. An einem Ort gebündelt, bietet sie Unternehmen umfassende Unterstützung – von der ersten Geschäftsidee bis zur erfolgreichen Expansion. Neben der Begleitung durch bürokratische Prozesse steht hier vor allem die fachliche Unterstützung im Fokus: Beratung zu Digitalisierung, Fördermitteln, Fachkräftegewinnung, Nachhaltigkeit oder Technologietransfer erfolgt aus einer Hand und mit hoher Expertise. Durch die enge Verzahnung mit Hochschulen, Verbänden und Branchenexperten entstehen echte Synergien, die gerade kleinen und mittleren Unternehmen entscheidenden Mehrwert bieten.

Darüber hinaus schaffen wir durch die Revitalisierung ehemaliger Industrieflächen neuen Raum für moderne Dienstleister und Hightech-Firmen. Indem alte Maschinenhallen behutsam saniert und in zeitgemäße Produktions- und Büroeinrichtungen umgebaut werden, erhalten wir den Charme unserer bergbaulichen Tradition, während gleichzeitig zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen.

Zudem setzen wir auch auf die Vorteile interkommunaler Kooperation bei der Ausweisung von Gewerbegebieten – wo dies möglich und sinnvoll ist, auch über die Grenzen des EN-Kreises hinaus.

Mit diesen Maßnahmen stärken wir nicht nur die regionale Wirtschaftskraft, sondern legen auch den Grundstein für eine nachhaltige und zukunftsgewandte Beschäftigung in Witten – Markenbotschafterinnen und -botschafter, die in unserer Stadt bleiben und sie aktiv mitgestalten.

3. Lebendige und sichere Innenstadt als sozialen Treffpunkte

Unsere City soll nicht nur Konsumfläche sein, sondern Treffpunkt für Jung und Alt. Leerstände werden als Pop-up-Stores, Kunstgalerien oder urbane Gärten wiederbelebt. Ein sonntäglicher Wochenmarkt auf dem Rathausplatz mit regionalen Erzeugnissen, Foodtrucks und wechselnden Musik-Acts schafft Atmosphäre und stärkt lokale Produzenten. Kostenfreies WLAN an zentralen Plätzen, Ladestationen für E-Scooter und Sitzgelegenheiten mit Ladeanschlüssen laden zum Verweilen ein. Quartalsweise Festivals unter einem kreativen Label holen Kulturvereine, Straßentheater und Bands in die Innenstadt und machen sie zum bunten Marktplatz der Begegnung.

Ein sauberes und gepflegtes Stadtbild ist Teil unserer Lebensqualität. Quartalsweise Reinigungsaktionen in allen Stadtteilen, organisiert gemeinsam mit Schulen, Vereinen und Nachbarn, sorgen für blitzblanke Straßen und Plätze. Eine verbesserte Beleuchtung von Parks und Fußwegen macht Abendspaziergänge sicher und gemütlich. Durch erweiterte Angebote zur Müllvermeidung und zum Recycling – etwa Pfandbehälter auf städtischen Festen – tragen alle Bürger aktiv zu einem ordentlichen Witten bei. Regelmäßige Bürgerdialoge vor Ort gewährleisten, dass Anregungen und Probleme schnell Gehör finden und gemeinsam Lösungen entstehen.

Damit Witten am schönsten ist, muss unsere Stadt ein sicherer Ort sein. Dabei geht es nicht nur um Maßnahmen, die das subjektive Sicherheitsgefühl stärken, sondern ganz konkret um eine gute Aufstellung und Ausrüstung der Polizei. Die Wittener Freien Demokraten begrüßen deswegen die Ausweitung der Polizeianwärterinnen- und –anwärterstellen sowie die bessere Ausstattung der Polizei durch die Landesregierung. Denn nur eine gut aufgestellte und ausgestattete Polizei kann für mehr Sicherheit sorgen. 

Wir verurteilen verbale oder gar gewalttätige Angriffe auf Rettungs- und Einsatzkräfte. Wir unterstützen deswegen Kampagnen für mehr Respekt gegenüber Rettern und Einsatzkräften.

4. Bildung und Schulen – Chancen ermöglichen

Bildung ist unser höchstes Gut, und Wittens Schulen verdienen eine echte Investitionsoffensive. Wir fordern eine masterplanartige Sanierung aller Schulstandorte, von der Heizung in der Nordschule bis zu barrierefreien Zugängen in der Albert-Schweitzer-Schule. In jedem Klassenzimmer soll WLAN zur Selbstverständlichkeit werden, moderne Präsentationstechnik und ein Satz Tablets pro Klasse ermöglichen zeitgemäßen Unterricht. Ganztagsbetreuung wird ausgebaut und bietet Raum für Hausaufgabenhilfe und Projektworkshops. Durch Kooperationen mit der Universität Witten/Herdecke eröffnen wir Schülern früh die Möglichkeit, an Forschungsprojekten teilzunehmen und naturwissenschaftliche Begabungen zu fördern. Auch Erwachsenenbildung an der VHS wird zum digitalen Weiterbildungs-Hub ausgebaut, um Berufspendlern und Eltern Flexibilität zu bieten.

5. Wohnraum und Stadtgestaltung – Vielfalt sichern

Enger Wohnungsmarkt und steigende Mieten treffen Familien und Rentner gleichermaßen. Dem begegnen wir mit einem Kombi-Ansatz aus Neubau und Nachverdichtung: Auf städtischen Brachen entstehen ökologisch gebaute Mehrfamilienhäuser mit Passivhaus-Standard, während in Innenstadtquartieren Dachaufstockungen und die Umwandlung leerstehender Büros in Wohneinheiten ermöglicht werden. Barrierefreie Wohnungen und Mehrgenerationenprojekte schaffen Nachbarschaften, in denen Jung und Alt zusammenleben und sich gegenseitig unterstützen.

Viele Mieterinnen und Mieter kämpfen mit den steigenden Wohnungspreisen. Ein bezahlbares Angebot an Wohnraum zu schaffen und zu sichern, hat für uns Freie Demokraten Priorität. Das beste Mittel gegen steigende Mieten ist es, mehr Angebote an neuem Wohnraum zu schaffen. Wir wollen deswegen Hürden, die den Neubau von Wohnraum bremsen, abbauen. Wir erleichtern deshalb in den Innenstadtlagen den Anbau und Ausbau von bestehenden Häusern, um möglichst platzsparend und damit umweltschonend mehr Wohnungen zu ermöglichen. Wir setzen uns außerdem für die Bereitstellung ausreichender neuer Flächen für weitere Wohngebiete ein. Auch eine besser zugängliche Eigentumsförderung erleichtert es Familien, sich den Traum von einem eigenen Haus zu erfüllen.

Zudem müssen in Witten kommunale Planungs- und Genehmigungsverfahren weiter beschleunigt werden, damit wir mit dem Bauen schneller vorankommen. Außerdem dürfen kommunale Steuern und Abgaben nicht weiter steigen. Insbesondere die Erwerbsnebenkosten und die Grundsteuer sind hier wichtige Faktoren. 

Darüber hinaus müssen gesetzliche Regulierungen sowie staatliche Preistreiber so zurückgedreht werden, dass sie nicht weiter Investitionen verhindern. Vermieten muss wieder attraktiver werden, damit Mieterinnen und Mieter ein ansprechendes und bezahlbares Angebot vorfinden.

6. Sport, Kultur und Integration fördern

Das Wohlfühlen in der eigenen Stadt hängt unserer Meinung nach auch davon ab, ob man seine Freizeit gut und gerne hier verbringen kann und wie man von der Gemeinschaft aufgenommen wird. Oftmals hängt beides zusammen, denn Sport und Kultur sind wichtige Brücken für die Integration.

Wir setzen uns für eine bedarfsgerechte und gut ausgebaute Infrastruktur für den Breiten- und Freizeitsport ein – dazu gehört auch die Sanierung und Modernisierung bestehender Anlagen. Außerdem setzen wir uns für die Öffnung der Schulsportanlagen außerhalb der Unterrichtszeiten sowie den Erhalt von Frei- und Schwimmbädern, die allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, ein. 

Wir wollen in Witten ein hochwertiges und vielfältiges Kulturangebot sichern. Wir setzen uns für den Erhalt und die Stärkung kultureller Initiativen sowie von Theatern und Orchestern ein. 

Die Wittener Freien Demokraten setzen sich für eine Stärkung von Bibliotheken und Dritten Orten ein. Dabei gilt es Fördermöglichkeiten zu nutzen. Gerade Bibliotheken sind Aufenthalts- und Lernort für alle Generationen und leisten damit auch einen Beitrag zum lebenslangen Lernen. 

Es ist für uns selbstverständlich, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft in Deutschland die gleichen Rechte und Pflichten genießen. Damit geht für uns einher, dass wir von allen Menschen die Anerkennung unserer Rechtsordnung erwarten. Wir unterstützen deswegen den klaren Kurs der Freien Demokraten in der Landesregierung, einerseits Integrationsverweigerer, Kriminelle und Gefährder konsequent in ihre Heimatländer zurückzuführen und andererseits faire Chancen für gut integrierte Menschen zu schaffen. 

Da wir als Freie Demokraten jede Art der Freizeitgestaltung fördern wollen, sollten Sportflächen auch ohne Vereinszugehörigkeit genutzt werden können. Darüber hinaus gilt es eSport-Verein zu unterstützen und entsprechende Angebote zu fördern.

Behördengänge müssen für alle Bürgerinnen und Bürger uneingeschränkt möglich sein. Das bedeutet, dass sämtliche Barrieren beseitigt werden müssen. Dazu zählen nicht nur Maßnahmen, um Personen aller Alters- und Gesundheitsgruppen zu bedienen, sondern auch in allen gängigen Sprachen seine Services anzubieten. Dazu können Online-Medien genutzt werden aber auch die Schulung des Personals und die Einstellung multilingualer Fachkräfte muss erfolgen.

Unser Ziel: Niemand muss mehr physisch ins Rathaus müssen – alle Bürgerservices müssen digital verfügbar sein. 

7. Mobilität, Klima und Energie – vernetzt in die Zukunft

Mobilität in Witten muss smart, klimafreundlich und bedarfsgerecht sein. Wir setzen auf eine Verzahnung von ÖPNV und Car-/Bike-Sharing: E-Carsharing-Stationen an allen S-Bahn-Haltepunkten und Lastenrad-Stationen in den Stadtteilen reduzieren den Individualverkehr. Sichere Radschnellwege entlang der Ruhrund durchgehende Radspuren auf Hauptachsen bringen Radfahrer zuverlässig ans Ziel. Mit einer App für Verkehrs- und Infrastrukturmeldungen erreichen Bürger und Verwaltung direkt einander: Schlaglöcher, defekte Ampeln oder verstopfte Gullis werden ohne Umwege gemeldet und zügig behoben.

Umwelt- und Klimaschutz sind Aufgaben, die die ganze Menschheit betreffen. Zugleich sind sie auch Aufgaben für eine generationengerechte Politik vor Ort – auch, weil sie unmittelbar die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger betreffen.

Dazu gehören unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Einen leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr
  • Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebstechnologien
  • Die Einrichtung von Natur- und Erholungsflächen
  • Erneuerung von bestehendem Wohnraum 
  • Klimaneutrales Bauen

Mit einem kommunalen Konzept zur effizienten Nutzung erneuerbarer Energien – also beispielsweise der Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden, die neben den Verwaltungsgebäuden auch E-Ladesäulen mit Strom versorgen – wollen wir zudem einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. 

Die Wittener Freien Demokraten stehen zudem für Technologieoffenheit in der Verkehrswende. Deshalb setzen wir uns neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für 
E-Autos, für die Beantragung von Fördergeldern für andere Mobilitätsformen ein.

Außerdem sprechen wir uns für Maßnahmen aus, die innerstädtisch zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen – beispielsweise die Sicherung von Frischluftschneisen, Beschattung und Maßnahmen gegen die Erhitzung sowie die Begrünung unter anderem von Gebäuden und Bushaltstellen. 

Der Erhalt des Waldes sowie von wohnortnahen Naturräumen sind wesentliche Faktoren, damit Witten weiterhin ein Ort mit hoher Lebens- und Erholungsqualität bleibt.

Einen entscheidenden Beitrag für einen wirksamen Klimaschutz muss der Verkehrssektor liefern. Wir setzen uns deswegen für eine Umrüstung kommunaler Fahrzeuge und der Fahrzeuge des Öffentlichen Personennahverkehrs auf emissionsarme Antriebssysteme ein. Die dafür zur Verfügung stehenden Fördermittel von Bund und Land müssen in Anspruch genommen werden.

Klimaschutz und Energieeffizienz sind für uns nicht Widerspruch, sondern Chance. Auf allen öffentlichen Dächern installieren wir Photovoltaik, um Sonnenstrom für städtische Elektrotankstellen zu erzeugen. Neue Grünflächen in Heven und Rüdinghausen stärken Artenvielfalt und bieten Erholungsräume. Energetische Quartierssanierungen im gesamten Stadtgebiet fördern Dämmung und moderne Heiztechnik, sodass Bewohner ihre Energiekosten spürbar senken. Pilotprojekte für grünen Wasserstoff in städtischen Fahrzeugen prüfen alternative Antriebsformen, ohne Verbrennungsmotoren pauschal zu verbannen.

8. Kultur und Ehrenamt – Gemeinschaft fördern

Witten lebt von seinem Miteinander. Die Sanierung lokaler Kulturstätten und der Umbau der Stadtbibliothek schaffen Orte für Kultur, Lesungen und Ausstellungen. Stadtteil-Festivals in der Nordstadt sowie interkulturelle Sportturniere im Stadion Herbede bringen Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen. Wir stärken das Ehrenamt, indem wir Bürgerinitiativen mit Mikrozuschüssen und Beratungsangeboten unterstützen. Aus- und Neubau von Jugendzentren sowie die Förderung von eSport-Clubs schaffen neue Anlaufstellen für Jugendliche und bieten sinnvolle Freizeitperspektiven.

Die Stadt muss die lokalen Initiativen in den Stadtgebieten fördern und unterstützen. Diese wissen selbst am besten, was in ihrem Stadtgebiet gewollt und nützlich ist. 

9. Unsere Priorität Nr. 1: Schule, Bildung und Familien

Für uns sind Investitionen in Schule und Bildung Priorität. 

Wir wissen, dass junge Menschen eine eigene, besondere und auch für die „Erwachsenen-Welt“ bereichernde Sicht auf ihre Stadt oder Gemeinde haben. Diese Sicht vertreten sie selbst am besten – wir wollen deshalb Kinder und Jugendliche in politische Beratungsprozesse, zum Beispiel durch Jugendräte oder Jugendparlamente, einbinden und ihre selbst vorgebrachten Belange berücksichtigen. 

Beste Bildung kann nur gelingen, wenn den Schülerinnen und Schülern nicht im wahrsten Sinne des Wortes die Decke auf den Kopf fällt. Wir wollen deswegen die Sanierung und Modernisierung von Schulgebäuden konsequent weiter vorantreiben und so ein modernes Lernumfeld schaffen. In den Schulen sollte neben dem ABC auch WLAN auf der Tagesordnung stehen. 

Wir begrüßen es, dass Schulsozialarbeiter Eltern und Kinder zukünftig auch dabei unterstützen können, die Fördermöglichkeiten des Bildungs- und Teilhabepakets auch tatsächlich zu nutzen. Konkret heißt das, dass durch die Beratung und Unterstützung von Schulsozialarbeitern die finanziellen Förderungsmöglichkeiten, beispielsweise für den Mitgliedsbeitrag in einem Sportverein oder der Musikschule, auch genutzt werden sollen. 

Nur mit vollem Magen lässt sich auch gut lernen. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass Kinder aus Familien mit geringen finanziellen Möglichkeiten das Essen in Betreuungseinrichtungen gratis erhalten. Die Wittener Freien Demokraten begrüßen die beschlossene regelmäßige Erhöhung der finanziellen Mittel für die Kinder- und Jugendförderung durch die aktuelle Landesregierung. Des Weiteren sollen Landesgelder dafür aufgewendet werden, KiTa-Plätze zu schaffen und die Ganztagsbetreuung von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen.

Das Thema Bildung betrifft nicht nur Kinder und Jugendliche. Wir setzen uns dafür ein, ein attraktives und hochwertiges Fortbildungsangebot für Erwachsene, unter anderem in der Volkshochschule, zu ermöglichen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der WAZ Witten:
Kommunalwahl in Witten: Wie soll der Verkehr von morgen aussehen?

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